Beprobung von Bauschutt und Vermeidung von Überschreitungen

Submitted by JB on Tue, 01/08/2019 - 12:46

Die Entsorgung von Abrissmaterial kann teuer werden, wenn einzelne Werte die Z0-Zuordnungswerte überschreiten. Oft können solche Überschreitungen schon im Zuge der Abrissarbeiten vermieden oder zumindest verringert werden, indem man auf bestimmte Materialien achtet und diese vorab ausbaut und gesondert lagert/entsorgt.

Gipsmaterialien sind problematisch, weil sie leicht zu Überschreitungen des Sulfatgehalts führen können. Gips findet sich in Gipsputz, Stuck, aber auch in den Rigips-Platten, mit denen viele Dachausbauten verkleidet sind.

Asbest-verdächtige Materialien sind beim Abriss sowieso mit Vorsicht (und geeigneten Schutzmaßnahmen für die Arbeiter) zu behandeln und sollten in jedem Fall separat gelagert werden. Neben offensichtlichen Quellen wie Eternit-Platten können auch viele andere Dämm-Materialien älteren Datums mit Asbest belastet sein.

Ein anderer typischer Problemstoff sind PAK, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die z.B. in Rauchgasen (und Bauteilen, die mit diesen in Kontakt gekommen sind), Teeranstrichen, Teerpappen und Asphalt älteren Datums verstärkt auftreten.

Bei der Zwischenlagerung potentiell problematischer Bestandteile sollte auch immer vermieden werden, dass darunterliegendes Erdreich kontaminiert werden kann, da sich auch dadurch die Menge des belasteten Abfalls und damit der anlaufenden Kosten stark erhöhen kann.